Skyrunning

Wir sind mitten in der dritten Schulwoche und der Alltag hat uns voll im Griff. Bei der Arbeit ist eine Kollegin seit Längerem ausgefallen, es gibt jede Menge zu tun und seit Wochen mache ich immer wieder Überstunden. Mein „Problem“ war immer, dass ich für alles zu müde bin, wenn ich dreimal hintereinander Abenddienst habe und trotzdem jeden Morgen mit den Kindern aufstehen muss… Das sind dann lange Tage, von 5:30 Uhr morgens bis 23 Uhr abends… und für mich einfach zu wenig Schlaf! Da muss ich ab und zu statt Laufen zu gehen am Vormittag ein paar Stunden schlafen – was auch nicht immer klappt 🙄

Da meiner besseren Hälfte im Moment auch zu Hause ist, kann ich jetzt auch unter der Woche ab und zu ausschlafen und es geht mir dabei so viel besser. Ich habe es im Sommer schon beobachtet, dass wenn ich genügend Schlaf bekomme, bin ich viel mehr motiviert laufen zu gehen und kann mich auch viel besser regenerieren. Das nutze ich jetzt so lange es geht einfach aus! 😎

Da die Kinder am Montag immer bis 15:30 in der Schule sind, ist Montag mein „Abenteuer-Tag“. Ein Tag an dem ich mir Zeit nehmen kann für einen längeren Lauf ohne in Stress zu kommen. So machte ich das auch letzten Montag wie ich im vorigen Beitrag berichtet habe – herrlich! 😍

Diesen Montag hätte ich geplant in den Bergen hinauf zu fahren um dort oben eine Runde zu laufen. Leider war das Wetter absolut gegen mich und so startete ich statt dem gemütlich um den See rundum um danach meine Hausrunde zu laufen. Das Wetter war zwar nichts um auf 2000 m zu laufen, im Wald auf 1000 m war es aber perfekt!!!  Ich habe ein paar Kilometer gebraucht bis es gemütlich lief, und dann wollte ich gar nicht mehr aufhören. Statt Richtung Hause abzubiegen, bin ich einen Schlenker in die andere Richtung gelaufen und da ich eh schon dort war, konnte ich ja mal schauen wo der eine Forststraße, die ich noch nicht kannte, hinführte. Da irgendwo nach 12 Kilometer habe ich es bereut kein Wasser mitgenommen zu haben. Da ich „nur“ meine Hausrunde laufen wollte, war ich zu faul gewesen um die Trinkblase zu füllen. Den Rucksack hatte ich zwar dabei, aber ohne Wasser… Wenigstens hatte ich etwas Notproviant drin und konnte mit ein paar Rosinen und Mandeln ein wenig Energie tanken. Nach ein paar weiteren Schlenker endete mein Lauf nach insgesamt 17 km und 600 Hm zu Hause wo ich erst mal ein großes Glas Wasser getrunken habe 😝

Am Dienstag lief ich einfach eine kurze Runde während die Kinder Reitstunde hatten 🐴 was soll ich denn sonst tun… einfach rumstehen? 🙄 Suunto hat mir zwar nach dem langen Lauf am Vortag eine Erholungszeit von 92 Stunden empfohlen, aber ein kurzer gemütlicher Lauf um die Beine etwas auszuschütteln kann ja nie schaden, oder!?  😄

Da ich am Samstag arbeiten muss, habe ich heute einen freien Tag und was macht man bei schönstem Wetter… natürlich das Laufabenteuer von Montag nachholen!

So bin ich mit dem ersten Lift um 8:30 Uhr hochgefahren und von der Bergstation auf knapp 1900 m. ü. M. gestartet. Auf den ersten Kilometer macht man erstmals etwa 200 Hm und danach geht es mit Aufs und Abs bis zur Geißspitz auf 2334 m. ü. M weiter. Es ist eine herrliche, wenn auch ziemlich ausgesetzte Strecke und so bin ich nicht überall gelaufen, sondern ab und zu vorsichtshalber gegangen. Auf der Geißspitz angekommen musste ich 20 Minuten einfach eine Weile die Aussicht und die Geräusche von den im Tal röhrenden und kämpfenden Hirschen genießen. Einfach unbeschreiblich herrlich!!! 😍

Danach ging es auf der anderen Seite vom Berg erstmals über 2 km etwa 600 Hm bergab. Mein Plan war es zuerst gewesen, von hier zurück zur Bergstation hinauf zu laufen. Das hätte aber bedeutet, dass ich über ca. 4 km nochmals 300 Hm bergauf hätte laufen müssen, und ich hatte heute gar keine Lust auf weiteres Bergauf 😜 So beschließ ich einfach bis zur Mittelstation hinunter zu laufen, oder warum nicht einfach bis nach Hause…!?

Gedacht und getan! Nach insgesamt 12,7 Kilometer, 500 positiven und 1300 😳 negativen Höhenmeter war ich wieder zu Hause. Genau richtig um Dehnen, Duschen und das Mittagessen für die Kinder rechtzeitig fertig zu haben als sie um 13 Uhr von der Schule nach Hause kamen! Ein perfekter „Abenteuer-Vormittag“! 😊

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16 Kommentare zu „Skyrunning

  1. Liebe Anna,
    beachtlich ist Deine Motivation einfach um des Laufen willens durch die Berge zu laufen und noch mehr gefällt mir die Spontanität mit der Du Deine Läufe gestaltest…das erinnert mich an Jemanden 🤣
    Läufst Du gerne bergab? Für mich ist es ein Gräuel, lieber bergauf, wobei es grundsätzlich anstrengender ist, aber viel angenehmer für die alten Knochen 😉
    Ich wünsche Dir noch viele solche Laufwochen und uns noch viele solche Berichte mit solch phantastischen Ausblicken, wirklich sehr schöne Bilder

    Salut

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    1. Lieber Christian,

      durch die Berge zu laufen ist eine Sucht 🤪
      Spontan sein zu können ist super! Es ist nur blöd, dass ich niemand sagen kann wohin ich laufe, weil es meistens kurz nach dem loslaufen eh nicht mehr stimmt 🙄😂😂

      Ich laufe gerne bergab… und bergauf… am liebsten beides 😉 Mir tut das Bergablaufen mittlerweile auch nichts, da ich es gewohnt bin. Ich kann mich aber noch sehr gut an den Muskelkater nach dem Lauf im Juni erinnern, als ich knapp 700 Hm auf 3 Kilometer bergab gesprungen bin… 🙈
      Heute spüre ich nach dem gestrigen Lauf nichts 😊

      Danke schön, das wünsche ich mir auch!! Ich hoffe Dir geht es mittlerweile besser!!

      Liebe Grüße Anna

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  2. Liebe Anna,

    ich kenne die demotivierende Wirkung von zu wenig Schlaf. Bei Deinem fordernden Familien- und Berufsleben ist das wirklich ein Spagat auch noch ausreichend Schlafen und ausreichend Laufen unterzubringen. Deshalb finde ich es sehr bemerkenswert wie Du Dir Deine Lauffreiräume schaffst.

    Das allererste Bild ist genial, eine wunderschöne Herbststimmung.

    Zu Deinem Laufabenteuer: Das wäre für mich, wenn überhaupt, höchstens noch eine Wanderstrecke. Laufen würde ich mich da nicht trauen. Ist ja aber auch schon ganz schön hoch. Läuft man da noch ohne Sauerstoffgerät? 😆

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Lieber Volker,

      zu wenig Schlaf ist wirklich schlimm und Du hast es absolut richtig beschrieben: es hat eine sehr demotivierende Wirkung und das nicht nur auf das Laufen, sondern auf das Leben überhaupt…
      Es ist ein Spagat, aber im Moment geht es wirklich recht gut da ich Unterstützung habe und mal ausschlafen kann. Das Laufen ist wichtig in Bezug auf Stressabbau, Zufriedenheit und Gesundheit, genauso wie ausreichend Schlaf. Wenn ich dann wieder jeden Tag mit den Kindern aufstehen muss, dann ist der Zusatzschlaf am Vormittag genauso wichtig und konkurriert mit meiner Laufzeit… aber irgendwie geht es immer 😜

      An den ausgesetzten Stellen bin ich auch nicht gelaufen – es hat niemand gewusst wo ich bin und wo sollen sie mir dann suchen, wenn ich abstürze und nicht nach Hause komme… 😬

      Es geht auf der Höhe gerade noch so ohne Sauerstoffgerät… 🤪😄

      Liebe Grüße Anna

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  3. Liebe Anna,
    zu wenig Schlaf ist nicht gut und insofern ist es auch wirklich gut, wenn du dich dann zwischendurch nochmal hinlegen kannst.
    Und noch besser, wenn du früh etwas länger schalfen kannst und dann durch die Berge laufen 😆
    Wunderbare Bilder.
    Sag mal, tut dir nach 1300 HM bergab nicht alles weh? 😯
    Ich stelle mir das schrecklich vor 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge,
      zu wenig Schlaf hat, wie Volker schreibt, wirklich eine sehr demotivierende Wirkung und daher muss ich mir die Zeit nehmen um zwischendurch ein bisschen Extraschlaf zu holen, genauso wie ich mir die Zeit zum Laufen nehmen muss – und dann habe ich schon eine Interessekonflikt… 🤪 Aber irgendwie werde ich das dann auch auf die Reihe bekommen!
      Im Moment genieße ich es einfach, dass ich genügend Schlaf bekomme und in meinen Zeitfenster ausgeschlafen durch die Berge rennen kann 😊

      Also nein 🙄 heute tut mir nichts weh 😊 Aber ich bin es ja mittlerweile auch wieder gewohnt. Alle Höhenmeter die ich Hochlaufe, muss ich ja auch wieder runter. Schrecklich ist es nicht, nur ein sehr gutes Training für die Oberschenkel, die aber mit Vorsicht zu genießen ist, wenn man es nicht gewohnt ist! 😜 Wie ich Christian schon geschrieben habe, kann ich mich sehr gut an den Muskelkater in Juni erinnern, als ich knapp 700 Hm auf 3 Kilometer bergab gelaufen bin – das war schrecklich! Aber da war ich es nach dem Winter noch nicht gewohnt 😂

      Liebe Grüße Anna

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  4. Liebe Anna, habe es ja schon anderweitig zum Ausdruck gebracht: ich freue mich, dich in den Bergen zu sehen, du hast es dir wirklich verdient, auch mal zu entspannen, die Natur ganz alleine zu genießen, aufzutanken, dann noch bei diesen herrlichen Verhältnissen: schöne Frau, schöne Bilder, schöne Landschaft, schöne Berge, was will der Mensch mehr – außer MEER……………..tralalala…………….. 😉

    Ganz liebe Grüße von oben nach unten ♥♥♥

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    1. Liebe Margitta, ich freue mich auch sehr, dass ich in den Bergen sein kann! Die Natur genießen und auftanken, vor allem ganz Alleine! Das ist immer das schönste auf einem Gipfel, wenn sie Menschenleer ist! 😍 Und so ist es für Dich mit dem Strand – am schönsten ist er Menschenleer! 😉

      Danke schööön 😍! Ja was will der Mensch mehr – außer Meer… 😄 Uns geht es sooo gut!

      Sonnige Grüße von unten nach oben!! 💛 🌞 💛

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  5. Liebe Anna,
    ja, Nebel hat was (s. Volker) und du beweist es mit deinen ersten Aufnahmen! 🙂
    … aber noch g..l.. finde ich die Bilder mit den schmalen Trails, wie z. B. auf dem vorletzten Bild! 😉
    Genial! – Heute laufe ich diese Trails auch lieber bergauf und nur noch relativ ruhig bergab. Da habe ich noch nicht wieder volles Zutrauen zum Knie … früher wurde da runter geknallt … und die Oberschenkel gewöhnen sich dran. Du hast es ja auch erleben und feststellen dürfen! 😆
    Hoffentlich kannst du dir weiterhin Auszeiten für solch tolle Laufabenteuer nehmen.
    Genieße sie, wenn du wegkannst … in dieser genialen Umgebung!
    LG Manfred

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    1. Lieber Manfred,
      die schmalen Trails sind wirklich genial! Nur muss man aufpassen, denn ein Fehltritt kann böse enden… 🙈
      Noch machen es meine Knie mit und ich laufe genauso gern bergab wie bergauf – und ja, die Oberschenkel gewöhnen sich daran 😄
      Ich nehme jede Gelegenheit wahr – mal sehen, wenn mir das nächste Laufabenteuer gelingt 😊
      Liebe Grüße Anna

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  6. Liebe Anna,
    wow, was für tolle Bilder! 😀
    Diese strahlenden Frühherbsttage müssen einfach genutzt werden! Wie wunderbar, dass du ja mittendrin in dieser traumhaften Landschaft lebst. So kommst du schneller zu deinen Laufabenteuern, als sonst wer. Mit gefällt deine Spontaneität – so kannst du je nach Lust und Laune (und Zeit) deine Strecken wählen, wie es gerade rein passt – herrlich! 🙂

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    1. Liebe Doris,
      es war ein wunderschöner Tag und ein herrliches Laufabenteuer!! 😍
      Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich hier quasi mittendrin in für mich das herrlichste Laufrevier wohnen und leben kann.
      Spontan sein zu können ist schön, so wird auch jeder Lauf zu einem kleinen Abenteuer 😊
      Liebe Grüße Anna

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  7. Alles hat seine Zeit, Schlaf und Laufen. Wenn man es so entspannt angeht wie du und sich nicht selbst unter Druck setzt, ist alles ok.
    Deine wunderbaren Bergstrecken sind ja immer wieder Motivation, nicht zu faul zu werden.

    Grüße

    Jörg

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    1. Hallo Jörg,
      das stimmt, und das sich unter Druck setzen habe ich mir abgewöhnt – ich habe gemerkt, dass es mir nicht gut tut 😉
      Die schöne Natur und die vielen wunderbaren Strecken hier rundum sind wirklich Motivation genug um nicht faul zu werden! 😊
      Liebe Grüße Anna

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