Kontrastreich…

… waren meine Läufe in März und April. Mal einen herrlichen Frühlingslauf 🌱☀️ und dann wieder einen tiefen Winterlauf… 🥶❄ – so kann man März und April sehr gut in einem Satz beschreiben.

Als ich mich Anfang März sehr über auftauende Trails freute 👣🤗 kam bald wieder der Winter und begrub sie erneut im hohen Schnee… Seit Januar mache ich jeden Monat ein paar „Challenges“ im Strava mit, unter anderem einen Halbmarathon zu laufen. In März kam es, dass ich mein Halbmarathon schon am 6. März gelaufen bin, denn ich hatte Zeit und es gab herrliches Laufwetter mit Sonne und optimale Temperaturen. Ich startete mit meiner obligatorischen Runde um den See und lief dann hinunter ins Tal, dort ein großer Schlenker am Bach entlang und dann wieder über Bitschweil hinauf und zurück nach Hause. Diesmal hatte ich es ziemlich gut ausgerechnet und musste nur eine klitzekleine Extraschlenker um das Haus laufen 😜 um die 21.3 km (und knapp 600 Hm) voll zu bekommen. Sonst sind so gut wie alle meine Läufe in diesem Winter über 10 Kilometer (und ca. 300 Hm), denn so lang ist die laufbare Winterstrecke und es gibt hier keine Möglichkeiten irgendwelche Schlenker zu machen, außer mehrere Runden um den See zu laufen und das ist nicht unbedingt verlockend…

Hier noch ein paar Impressionen von meinem Laufmonat März:

April hat mit herrlichem Frühlingswetter angefangen ☀️🌷🌱 aber der April macht bekanntlich was er will und das hat sich in diesem Jahr durchaus bestätigt. So haben sich auch in diesem Monat herrliche Frühlingsläufe mit tief winterlichen Läufen abgewechselt. Erst seit Ende Monat hat sich das Ganze endlich beruhigt und ich hoffe sehr, dass es mit dem Schnee jetzt vorbei ist! Immer mehr Trails tauen auf und werden laufbar 👣 und ich kann wieder auf viele meiner Lieblingsstrecken ausweichen 🤗 So kann ich auch wieder Schlenker machen die Läufe beliebig ausbauen statt immer nur die gleiche 10km-Strecke zu laufen.

So gab es letzte Woche am Donnerstag eine wunderschöne 15km-Runde (ca. 400 Hm) mit lockeren Beinen über herrlichen Trails.

Mein Halbmarathon im April habe ich erst diese Woche erst diese Woche am Montag geschafft. Ich hatte überhaupt keine Lust zuerst bergab ins Tal zu laufen um dann wieder hoch zu müssen. So probierte ich mein Glück bergauf über die Forststraße nach Grabs. Wie erwartet lag da noch teilweise geschlossene Schneedecke, aber genauso wie ich gedacht hatte, war der Schnee am Morgen noch sehr hart und gut laufbar. Oben angekommen ging es dann über die Asphaltstraße hinunter und weiter über meinem Lieblings-Trail nach Bitschweil. Hier hatte ich erst 10 km und ich dachte mir schon, dass es sich nicht ausgehen wird ohne einen Extraschlenker (oder zwei) um den See zu laufen. Genauso war es auch, als ich beim See ankam lief ich eine extra Runde. Meine Beine waren schon sehr müde und überhaupt nicht so locker flockig wie die Woche davor. Ob das an der Gartenarbeit am Wochenende lag weiß ich nicht, aber es war auf jeden Fall eine kleine Herausforderung, den HM voll zu machen. Auf dem Weg nach Hause musste ich noch einen Schlenker am großen Parkplatz einbauen und dann noch eine große Runde um die Siedlung. Als ich den HM voll hatte und den direkten Weg über die Wiese nach Hause wollte, bemerkte ich, dass Sie gerade frisch gemistet war. Ja, das ist kein großer Umweg, aber meine Beine wollten einfach nicht mehr und so war ich schon sehr froh, als ich zu Hause mit 21,6 km (und ca. 650 hm) die Uhr stoppen konnte 😂 Geschafft! 💪

Wie unterschiedlich zwei Läufe sein können…

Hier noch ein paar Impressionen von meinem Laufmonat April:

Seit November ist das Hotel indem ich arbeite aufgrund von Corona geschlossen. Da ich an der Rezeption bin, darf ich wenigstens einen Tag pro Woche arbeiten 🙏 Was mache ich aber sonst, (außer laufen 😜) um die Zeit zu vertreiben…? Die Kinder, die aktuell wenigstens 2 Tage pro Woche in Schichtbetrieb zur Schule dürfen, wollen (müssen) betreut und mit dem Schulstoff geholfen werden. Da wir im Hotel sehr viele Franzosen haben, habe ich mich zudem vorgenommen, französisch zu lernen und der Haushalt will auch immer noch gemacht werden.  So füllen sich die Tage und ich könnte nicht sagen, dass es irgendwie langweilig ist, eher umgekehrt – der Tag hat wie immer zu wenig Stunden für all das, was ich erledigen möchte 😅 Jetzt kommt noch der Frühling und der Gartenarbeit dazu… 🤗 Mir wird somit auch in nächster Zukunft nicht langweilig werden.

Tief winterlich und frühlingshaft warm

Schon ist wieder ein Monat vorbei, es war zwar ein kurzer Monat, aber die Zeit geht ja auch unverschämt schnell… 🙄

Nach dem Laufstarken Jänner wollte ich im Februar lieber mit etwas Alternativtraining ergänzen damit ich mich nicht „kaputt“ laufe. Also habe ich mir das Ziel gesetzt, etwas weniger zu laufen und zusätzlich zum Lauftraining mindestens 50 km auf dem Hometrainer zu radeln (ja ich weiß, für euch Radler unter uns sind 50 km nichts, aber für mich die so gut wie nie Rad fährt…😁). Und damit es nicht zu langweilig wird bin ich im Strava auch den Challenge beigetreten, im Februar mal einen Halbmarathon zu laufen

Der Monat hat ganz im Zeichen des Winters begonnen mit Regen, Schnee und Kälte. Ich bin viel gelaufen ohne ein einziges Foto zu machen. Es war einfach entweder zu kalt oder zu nass und da ich sowieso so gut wie immer auf die gleiche Strecke unterwegs war, gab es immer wieder die gleichen Motive – und das meist grau in grau oder weiß in grau…

In der zweiten Februarwoche kam sie aber am Montag endlich wieder mal vorbei, die Sonne ☀️🤗 Nach gefühlt Wochen in eine weiß-graue Welt mit nur Schneefall, Regen und/oder Nebel eine wahre Wohltat und da die Kinder Semesterfreien hatten, konnten wir das herrliche Wetter gleich für eine schöne Wanderung nutzen. Einfach nur herrlich!!! 😍

Der Tag danach schneite es dann wieder ein wenig und am Donnerstag versuchte mich mal an meiner „normalen“ Hausrunde, aber in die „verkehrte“ Richtung. Also bergauf über die (schneefreie) Asphaltstraße um dann über den schneebedeckten Forstweg bergab zu laufen. Ich dachte mir, dass wenn der Forstweg wirklich nicht laufbar wäre, dann könnte ich ja den gleichen Weg über die Straße wieder retour laufen.

Anfangs ging es bergab sehr gut im Schnee. Ich hatte eine Skispur, in dem ich laufen konnte, die mich relativ gut getragen hat. Allerdings bog dieser Spur dann schon nach einem Kilometer links ab und mein Weg ging noch knapp zwei Kilometernach rechts weiter durch den Schnee. Je weiter nach unten ich kam wurde der Schnee natürlich auch umso weicher. Nicht ganz ungefährlich da ich nie wusste bei welchem Schritt ich tief einsinken würde, da ist jeder Schritt mit Vorsicht zu genießen. Wenn man zu schnell unterwegs ist und das Bein auf einmal bis zum Knie im Schnee steckt… Da läuft man wie auf rohe Eier und ich war echt froh, als ich unten wieder fester Boden unter den Füßen hatte.

Am Wochenende danach war es dann wieder mal eisig kalt und am Sonntag ich bin los mit der Absicht meiner Halbmarathon Challenge zu erledigen. Ich hoffte, dass sie den Forstweg jetzt endlich wieder mal gewalzt hatten – und siehe da, als ich vorbeigelaufen bin habe ich festgestellt, dass der Schnee auf der Forststraße schön flach gewalzt und griffig hart war. Also, wieder die gleiche Hausrunde wie drei Tage davor, über die Asphaltstraße hinauf und dann über die jetzt gut tragende Forststraße bergab, dann gleich weiter über der Winterhausrunde – die Asphaltstraße bergab und die Hauptstraße wieder bergauf zum See. Ich hatte damit gerechnet, dass diese beiden Hausstrecken jeder etwa 10 Kilometer ergibt. Nur hatte ich die Teilstrecke die ich normalerweise zurück nach Hause laufen muss, die jetzt aber logischerweise ausgefallen ist, nichtberücksichtigt und als ich dann beim See ankam hatte ich natürlich keine 20 Kilometer, sondern „nur“ 17 Kilometer (und 680 Hm). Also blieb mir nichts anderes übrig, als noch 3 Runden um den See zu laufen um die 21,5 voll zu machen. Das war zugegeben ziemlich zäh, aber machbar. Challenge geschafft 💪

Die 50 Kilometer auf dem Hometrainer, die ich mir vorgenommen hatte, habe ich geschafft, es wurde sogar 60 km in den ersten drei Wochen. Aber etwas Langweiligeres, als auf dem Hometrainer am Dachboden zu sitzen… 🙄 Zum Glück kam dann, in der letzten Februarwoche, der Frühling mit Sonne und Wärme vorbei. Da konnte ich sogar mein Bike aus der Garage holen. Die Premiererunde machte ich an einem späten Nachmittag, da war das Bergabfahren schon ziemlich frisch. Trotzdem eine herrliche kleine Runde über 15 km (570 Hm). Ich glaube ich bin noch nie im Februar mit dem Bike unterwegs gewesen.

Letzte Woche Donnerstag hatten die Kinder dann den ganzen Tag Schule und ich konnte ich den strahlend schönen und freien Tag voll nutzen. Diesmal wollte ich zum wöchentlichen Coronatest im Hotel mit dem Rad fahren. Um nicht einfach die gleiche Strecke hin und retour fahren zu müssen, bin ich zuerst bergab und talauswärts gefahren. Das war am morgen früh schon etwas grenzwertig von den Temperaturen her, auch wenn ich sehr gut angezogen war. Zum Glück ging es dann auf der Sonnenseite bergauf und so wurde mir schnell wieder warm. Nach dem Test fuhr ich weiter kurz bergauf und dann wieder gut angezogen bergab und zu meiner Talseite rüber. Hier war der Plan gewesen ein neu entdeckter Weg hinauf zu fahren. Leider habe ich den Einstieg zum neuen Weg gar nicht gefunden und musste dann noch einen Umweg fahren 🙈 Durch das Dachbodentraining hatte ich mir ja zum Glück wenigstens etwas Sitzfleisch antrainiert 😆 Trotzdem war es schon eine Herausforderung wieder den Berg hinauf zu fahren. Erstens musste ich ja jetzt noch weiter als geplant fahren und dieser Weg ging ziemlich steil hinauf und zweitens bekam ich jetzt auch langsam Hunger – etwas zusätzliche Energie wäre nicht schlecht gewesen. Mein Notfallproviant (Rosinen und Nüsse) hatte ich aber schlauerweise zu Hause auf dem Küchentisch liegen gelassen. Oben angekommen musste ich dann das Rad über etliche Schneefelder schieben, aber schließlich kam ich dann doch zu Hause an und der Bilanz als ich abgestiegen bin; 38 km und 1000 Hm und ein erstes Frühlingszeichen 🌱 Beim Radfahren wird eben nicht viele Bilder gemacht, aber als ich das hier gesehen habe, musste ich einfach das Handy rausholen:

Seit letztes Wochenende haben wir wieder kühlere Temperaturen bzw. der Jahreszeit entsprechend und das ist mir, wenn ich ganz ehrlich bin, auch viel lieber. So warm im Februar ist ja fast unheimlich… Die Wärme darf dann gerne gegen Ende März wieder kommen.

Der Februar haben wir dann am Sonntag mit einem herrlichen Schneeschuhtour auf der Sonnenseite abgeschlossen. Auch wenn die Schneeschuhe ein einsinken im Schnee verhindern ist es ziemlich anstrengend damit zu laufen und ich bin beeindruckt wie gut die Mädels die Runde gemeistert haben 😍 Es waren doch 8,5 km über knapp 400 Hm.

Ach ja, Skigefahren sind wir natürlich auch aber bei weitem nicht so viel wie in einem „normalen“ Winter. Im Dezember und Jänner war es fast zu kalt, die FFP2-Maske die beim Liftfahren Pflicht ist wird feucht und so ist es im Gesicht noch kälter und da die Restaurants alle geschlossen haben, kann man sich nicht einmal aufwärmen gehen – das ist nichts für ein Kaltblüter wie mich… 🥶

So lässt es sich aber genießen ☀️😎

Lebenszeichen

…ja, mich gibt es noch 😁 und immer noch laufend und wandernd in den Bergen unterwegs. Mein letzter Post ist ja schon eine Weile her 🙈 und damals hat mir mein Sturz ganz schön eingebremst, zumindest vom Laufen her. Die Verletzung habe ich nicht nur, wie vom Arzt prophezeit, 5-6 Wochen gespürt, es dauerte letzten Sommer fast 2 Monate bis ich wieder halbwegs regelmäßig gelaufen bin und die Verletzung spüre ich noch heute ab und zu. Inaktiv musste ich deswegen nicht sein. Zum Glück konnte ich ziemlich schnell nach dem Unfall wenigstens Wandern und Radfahren, und genau das habe ich gemacht. Wir erlebten einen herrlichen Wandersommer. Darüber vielleicht mehr in einem späteren Beitrag.

Heute geht es um hier und jetzt, der erste Monat im Jahr ist ja schon vorbei (ja ich weiß, wir haben schon Mitte Februar… ist ja verrückt wie schnell die Zeit vergeht 🙈😁) und wenn ich zurückschaue habe ich glaube ich läuferisch noch nie einen so starken Januar gehabt… 💪

Durch Corona haben wir über Weihnachten und Neujahr keinen längeren Besuch gehabt wie sonst immer. Meine Familie aus Schweden konnten nicht kommen und mein Bruder mit Familie aus der Schweiz waren nur zwei Tage über die Weihnachten hier, aber wenigsten das… 🤗 Darüber waren wir schon sehr froh!!

So konnte ich im neuen Jahr auch gleich mit dem Laufen loslegen. Gestartet, bzw. weitergelaufen (ich hatte ja eigentlich nie aufgehört…) bin ich am 2. Januar einfach so, ohne irgendein besonderes Ziel außer das Laufen und die Bewegung im freien zu genießen. Durch Corona habe ich natürlich auch viel mehr Zeit als sonst, das Hotel war (und ist immer noch) geschlossen und die Kinder haben gleich nach den Weihnachtsferien mit Homeschooling angefangen. Dabei haben sie täglich vormittags 4 Stunden Videounterreich und so kümmern sich die Lehrer am Vormittag drum und ich helfe mit den Hausaufgaben am Nachmittag. In der großen Pause sind wir am Vormittag manchmal eine gemeinsame Runde um den See gelaufen und am Nachmittag habe ich dann nach den Aufgaben meine eigenen Runden gedreht. Anfang Januar gab es noch nicht so viel Schnee und ich kam überall gut durch, auch auf den Trails.

Einen strahlend schönen aber klirrend kalten Tag Anfang Jänner bin ich am Vormittag mit den Mädels eine Runde um den See gelaufen. Zu Mittag war es wieder Zeit für unser wöchentlichen Coronatest im Hotel. Ich habe schon lange Mal probieren wollen, von zu Hause zur Arbeit zu laufen und wieder zurück. Im normalen Alltag funktioniert das nicht aber an einem Tag wie diesen sollte es doch möglich sein. Also habe ich die Kinder für die zwei weiteren Schulstunden zu Hause abgeliefert, mein Laufrucksack gepackt und einen zweiten Paar Handschuh (große Fäustlinge) über meinen tiefgefrorenen Händen gezogen und bin gleich wieder los.

Mein Arbeitsweg geht so: runter ins Tal und auf der anderen Seite wieder hoch. Also lief ich zuerst etwa 3,5 km den direkten Weg bergab bis ins Tal, dann ca. 1 km durchs Dorf bis zur anderen Talseite. Schon bald war ich in der Sonne und konnte wenigstens die Fäustlinge im Rucksack verstauen. Ich hatte auch mehr als genug Zeit und musste mich nicht irgendwie beeilen. Dann begann die Steigung auf der anderen Seite, die Sonnenseite. Hier lag viel weniger Schnee als auf unsere Seite. Herrlich! Nach ziemlich genau 8 Kilometer bin ich über den direkten Weg bei der Arbeit angekommen. Durch das Bergauflaufen in der Sonne war ich beim Ankommen komplett durchgeschwitzt…
… zum Glück hatte ich mitgedacht und wenigstens ein trockenes Laufshirt zum Umziehen mitgenommen. Nach dem Test bin ich auch gleich wieder losgelaufen. Da ich nicht genau die gleiche Strecke retour laufen wollte, bin ich einen kleinen Umweg bergab gelaufen, dann wieder durchs Dorf und schließlich auf unsere Seite wieder bergauf. Diesmal nicht den direkten Weg, sondern die nicht ganz so steile über die Hauptstraße 😜 Dieses letzte Stück den Berg hoch bis nach Hause war zugegebenermaßen ziemlich zäh… aber ich habe es geschafft 🤙 Als ich meine Uhr vor der Haustür abgedrückt habe hatte ich 18,7 km und 850 Hm drauf und irgendwie ärgerte es mich, dass ich den HM nicht fertig gemacht hatte, ich war ja so knapp dran… 😕 aber meine Beine wollten einfach nicht mehr. Nach dem Duschen, als ich mein Lauftag im App noch angeschaut habe, stellte ich fest, dass ich an diesem Tag mit dem ersten Lauf mit den Mädels rundum den See und dann hin und retour zur Arbeit doch insgesamt 21,1 km gelaufen war, also hatte ich doch einen HM geschafft – wenn auch mit ein paar kleine Unterbrechungen 😁

Und jetzt habe ich es gemacht, ich bin zur Arbeit gelaufen und wieder zurück, und dabei festgestellt, dass ich es nicht unbedingt nochmals machen muss – zumindest nicht im Winter. Im Sommer, wenn ich auf andere Wege ausweichen kann und nicht so viel auf Asphalt über den Hauptstraßen laufen muss ist es vielleicht besser, und trotzdem gibt es so viele schönere Strecken die ich lieber laufe!

Winterwonderland

Dann kam der Schnee… am 14. Jänner wachten wir auf und die Welt war einfach nur voller Schnee. Es hat geschneit und geschneit… zwei Tage lang… und wir haben geschaufelt und geschaufelt und noch mehr geschaufelt. Wenn das Schneeschaufeln nicht so einseitig wäre, wäre es ja ein gutes Training… So viel Schnee ist in so kurzer Zeit habe ich noch nie erlebt… ❄❄❄

Nach zwei Tagen hörte es dann endlich wieder auf und ich bin mal los um zu schauen, wo ich überhaupt durchkomme. Wie geahnt, bin ich gar nicht weit gekommen – überall Lawinengefahr und gesperrte Wege… ❄ ❄ ❄

❄💙❄ Winterwonderland ❄💙❄

Es dauerte eine Woche bis alle Wege wieder offen und laufbar waren. Das habe ich genossen und ich konnte sogar meine Sommer-Hausstrecke wieder einmal laufen!! Einen Tag später kam der Regen… es hat geregnet und geregnet… da wurde es wieder gefährlich – die ganzen Schneemassen auf steile Grashänge wurden komplett durchnässt und schwer… und der Schnee auf meinen wenigen laufbaren Wege wurde wie ein nasser Schneebrei, unmöglich zu laufen!

Aber ich habe eine neue Winter-Hausrunde den ich meistens laufen kann. Die ist nicht besonders schön, es geht zuerst bergab und dann bergauf (das mag ich normalerweise gar nicht 🙈) und sie verläuft hauptsächlich über Asphalt und teilweise entlang der Hauptstraße (wobei die Hauptstraße bei uns nicht besonders groß ist…) Mit eine Seeumrundung komme ich auf diese Strecke zumindest auf 10 km und etwas mehr als 300 Hm – immerhin eine sehr gute Alternative zu gar nichts! 😁

Am letzten Tag des Monats habe ich mit einem 8,8 km-Lauf die 150 km voll gemacht, um genau zu sein bin ich dann insgesamt 153 km im Januar gelaufen – ich glaube ich bin in meinem ganzen Leben noch nie so weit in einem Monat gelaufen… 🥳 Für Februar habe ich mir wieder neue Ziele gesetzt. Jetzt kann ich das und ich genieße es einfach solange es geht. Sobald das Hotel wieder aufmachen kann, ich wieder normal arbeiten darf (momentan darf ich wenigstens 1 Tag der Woche die Rezeption betreuen 🙏) und der Alltag uns wieder hat, kann ich nicht mehr so vorausplanen. Dann werde ich wieder die Gelegenheiten nutzen müssen, die mir zur Verfügung stehen und dann laufen gehen wenn sich die Zeitfenster aufmachen.

Magische Abendwanderung

Es ist zwar schon etwas her, aber ich muss einfach davon berichten. Ich habe mich an einem Abend Anfang Mai ganz spontan mit einer Freundin für eine kleine Abendwanderung getroffen. Der Plan war zu einem kleinen Bergsee hinaufzuwandern um dort gemütlich die letzten Sonnenstrahlen zu genießen. Gesagt und getan, wir haben uns um kurz nach sechs Uhr getroffen, ihr Auto dort abgestellt, wo wir wieder runterkommen wollten und sind dann mit meinem Auto bis zum Startpunkt gefahren. Dazwischen liegt einfach nur eine langweilige Asphaltstraße, den wir spät abends keine Lust hatten gehen zu müssen.

Gestartet sind wir im Schatten, aber als wir nur etwas höher hinaufkamen, kamen wir auch schon in den Genuss der untergehenden Sonne. Herrlich! 😍

Nach einer knappen Stunde waren wir auch schon beim Ziel angekommen. Nur waren wir aber nicht die einzigen mit dieser Idee gewesen… Dort saßen schon eine kleine Truppe jugendliche (die waren allerdings mit den Mopeds da 😜). Da es so einen schönen Abend war und wir relativ zügig unterwegs waren, machte ich den Vorschlag noch etwas weiter hinauf zu einem anderen Aussichtspunkt zu gehen. Gesagt und getan, meine Freundin war einverstanden und wir gingen weiter.

Oben angekommen ging ein eisig kalter Wind 🥶 aber der Aussicht war einfach umwerfend! 😍Nachdem ich einige Fotos gemacht hatte versteckten wir uns vor dem Wind und genossen unsere mitgebrachte kleine Genuss-Jause.

Leider war es auch windgeschützt ziemlich frisch und lange konnten wir nicht sitzen. Noch ein paar Fotos von der untergehenden Sonne 🌄 und dann mussten wir uns unbedingt wieder bewegen. Zum Glück brachte die Bewegung auch bald wieder etwas wärme und wir konnten den Weg nach unten gemütlich und genüsslich fortsetzen.

Da kam schon die nächste schöne Überraschung auf uns zu:

Ich konnte kaum aufhören zu fotografieren, obwohl ich aus Erfahrung weiß, dass ich mit dem Handy keine guten Bilder vom Mond machen kann. Da war ich doch überrascht, als ich zu Hause die Bilder anschaute und feststellen konnte, dass einige nicht einmal so schlecht geworden waren.

Bald waren wir wieder unten beim Auto, da wollte meine Freundin aber noch nicht nach Hause und hat vorgeschlagen, dass wir mein Auto doch zu Fuß holen könnten. Gesagt und getan, ich genoss den schönen Abend genauso wie sie und so gingen wir doch die laaaange langweiligen Asphaltstraße (sie ist nur 3 km 😆 und zu zweit doch sehr kurzweilig 🤗). Dabei hatten wir immer den schönen Vollmond im Blick 😍

Den schönen Abend verdanke ich Corona, denn ohne Corona wäre ich unter der Woche niemals auf eine Abendwanderung gegangen, da bremst mich der Alltag meistens mit Arbeit und frühes Aufstehen aus.

Wie ich vermutet hatte, habe ich aber nicht mehr ganz so viel Zeit fürs Laufen jetzt, wenn etwas mehr Normalität in unserem Leben zurückgekehrt ist. Ich versuche aber jede Gelegenheit auszunutzen und so kann ich den Bergfrühling immer wieder laufend genießen.

Positive Aspekte

Es wird langsam Zeit, dass die Schulen wieder aufmachen. Zum Glück geht es für meine Mädels in eineinhalb Woche wieder los 🙏 Nicht voll, aber zumindest vormittags 2 bis 3 Tage die Woche. Ich darf mich zwar überhaupt nicht beklagen. Ich muss daneben kein Homeoffice machen, lediglich einen ganzen Tag der Woche arbeiten gehen und diesen Tag (Sonntag) habe ich selbst aussuchen können. So bin ich für die Mädels da, kann sie helfen (sofern sie meine Hilfe annehmen, was nicht immer der Fall ist… 🙄 mit Mama ist es meist anders als mit dem/r Lehrer/in… 🙈) und motivieren. Nur wird es immer schwerer diese Motivation aus ihnen raus zu locken. Ich verstehe sie ja auch, aufstehen, frühstücken und dann wieder ins Zimmer sitzen und stundenlang Hausübungen machen. Zum Glück haben sie wenigstens ab und zu Videokonferenzen und bekommen so etwas Input von den Lehrern und sehen zumindest auf dem Schirm ihre Klassenkameraden.

Christian hat auf meinen Kommentar geantwortet; „…irgendwie schon komisch, dass diese C-Zeiten auch positive Aspekte haben können…“ Ich verstehe sehr gut, dass diese Situation für viele Menschen ganz schlimm ist, für Menschen die komplett isoliert sind und nicht raus können, für Menschen die um ihre Existenz bangen müssen, für Menschen die eine übermäßig große Arbeitsbelastung haben… usw. Für mich trifft das alles nicht zu, es gibt sogar einige positive Seiten 🤗

Zum einen habe ich viel mehr Zeit für das Training. Ich bin im April wieder deutlich über mein sonstiger Kilometeranzahl gekommen. Auch für das Alternativtraining gibt es mehr Zeit, ich habe sogar eine für mich ganz neue Trainingsform entdeckt; das Yoga 🧘‍♀️
Zudem bin ich bin motivierter… Ich mache wieder Krafttraining 🏋️‍♀️ und merke vor allem hier einen deutlichen Motivationsschub. Wenn ich zu müde bin, habe ich so keine Lust und gebe viel zu schnell auf. Der Schlaf trägt bestimmt auch einiges bei. Ich bin Jahrelang !! nicht so ausgeschlafen wie jetzt, und trotzdem bin ich immer noch in der Nachholphase 😴💤 Das zeigt wie wohltuend diese Entschleunigung für mich ist.

Zudem wohnen wir phantastisch, können uns in der Natur bewegen und dort Kraft holen. Da sind die Aussichten auf einem Sommerurlaub zu Hause nicht einmal schlimm, das haben wir ja in den letzten Jahren auch so gemacht, nach dem Motto; #wohnenwoandereurlaubmachen 😊

Wie oben schon geschrieben, ich habe kein Stress mit Homeoffice und Homeschooling und wir müssen keine Existenzängste haben, ich kann endlich ausschlafen und ich habe mehr Zeit fürs Training. Nein, ich kann mich wirklich nicht beklagen, für mich haben diese C-Zeiten durchaus auch positive Aspekte.

Einer der schönsten Läufe im April durfte ich letzte Woche erleben. Nach der Homeschooling am Vormittag und dem Mittagessen sind die Kinder mit dem Papa zu den Pferden und ich wollte eine Runde laufen gehen. Nur gaaanz kurz auf der Couch… und ich wäre um ein Haar eingeschlafen… Das Wetter war aber herrlich und am nächsten Tag sollte es wieder schlecht sein. Also lieber den heutigen Nachmittag nutzen und morgen schlafen 😜 Somit habe ich mich aufgerafft, bin in den Laufklamotten geschlüpft und los. Der Temperatur war perfekt, nicht zu warm und nicht zu kalt. Der Regen am Vortag hatte die Natur einen ordentlichen Schubs gegeben, sie war förmlich am Explodieren und die Luft war absolut klar – die Berge zum greifen Nah. Traumhaft! 🤩

Kaum war ich draußen, hatte ich mich schon entschieden mal eine längere Runde zu machen. Ohne meine übliche Aufwärmrunde um den See bin ich gleich bergauf abgebogen, frag mich nicht warum…

Locker, leicht und flockig lief ich den ersten 5 Kilometer und ca. 350 Hm bergauf über meiner Hausrunde, danach wieder runter und einen Schlenker mit kleinen aufs und abs über herrliche Trails und schließlich weiter bergab zur neu entdeckten Hausschleife die mich wieder bergauf nach Hause geführt hat. Um die Runde dann auf zwei weitere Kilometer auszudehnen bin ich zum Schluss noch die Runde um den See gelaufen. Nach 16 km und insgesamt ca. 550 positiven Höhenmeter ging es nicht mehr so locker, leicht und flockig 😅 aber auch die letzten 2 Kilometer um den See habe ich geschafft und bin mit 18 km im Sack absolut zufrieden nach Hause gekommen. Gut dass ich mich aufgerafft habe und nicht eingeschlafen bin! 😜

Seit Montag diese Woche darf meine bessere Hälfte wieder arbeiten und ich komme am Nachmittag nicht mehr so leicht weg. Mal sehen was mit meinem Kilometeranzahl dann passiert. Ich werde bestimmt Wege finden. Gestern konnte ich zum Beispiel eine sehr schöne Runde im Tal laufen währen die Kinder bei den Pferden waren 🤗

Ein Jahr Pause…

…zum Glück aber nur Blogpause und nicht Laufpause 😜
Mein Knie hat letztes Jahr den langsamen Wiedereinstieg gut überstanden und ich bin letzten Sommer verhältnismäßig viel gelaufen.

Das vergangene Jahr war privat ein ziemlich anstrengendes Jahr, und daher habe ich mein Fokus und meine Kräfte an das Wesentliche konzentriert und das virtuelle Leben musste stillgelegt werden.  Aber alles Schlechte hat auch was Gutes, und so profitieren wir jetzt wenigstens von all dem, was wir im vergangenen Jahr gelernt und erarbeitet haben 🙏

Mein letzter Blogbeitrag vor der Pause, schrieb ich kurz vor Ostern. Jetzt ist es kurz nach Ostern aber ein Jahr später und die Welt sieht ganz anders aus… 😳 Seit einem Monat sind wir in die „häusliche Isolation“. Für viele Menschen, die in die Städte wohnen und gar nicht raus können muss es eine echte Qual und eine richtige Herausforderung sein. Wir schätzen uns sehr glücklich, denn so wie wir wohnen, können wir das Ganze ja sogar ein wenig genießen.

Der ganze Tourismus; Skigebiete, Pensionen und Hotels machten ja von heute auf morgen zu, genau wie alles andere auch… Schulen, Geschäfte… Saison vorzeitig beendet, die ganze Familie zu Hause und ab sofort bekam ich einen neuen Job; Lehrerin 😅 Wir haben gleich mit einem geregelten Tagesablauf angefangen und ich muss sagen, es geht den Umständen entsprechend sehr gut. Klar jeden Tag ist nicht gleich, manchmal geht es besser, und manchmal braucht es einfach ein paar Nerven mehr 🥴 Es ist für die Kinder nicht einfach, Stundenlang am Tisch zu sitzen und Aufgaben zu machen und es ist für die Mama nicht einfach, sie dazu zu motivieren. In der Schule haben sie ja auch mündlich Unterricht, da haben sie mehr Abwechslung und der Geduld mit der Mama ist meistens nicht so groß wie mit dem/r Lehrer/in 🙄 Da bin ich manchmal sehr froh, wenn ich am Nachmittag beim Laufen abschalten und Kraft tanken kann. Ich habe echt blöd geschaut, als ich die Kilometerzahl vom März gesehen habe, ich bin knapp 100 Kilometer über 3000 Hm gelaufen… (nein, nicht nur weil die Schule zu Hause so anstrengend war 😉 sondern einfach weil ich die Zeit dafür hatte) Ich weiß nicht, wenn ich das letzte Mal so einen Kilometerzahl in einem Monat geschafft habe… Auch die Kinder haben noch nie so viel Zeit bei den Pferden verbracht, und das tut ihnen auch sehr gut! Bewegung, frische Luft und Natur wirken einfach Wunder! Nein, wir können uns über die Situation nicht wirklich beklagen – und das Wetter spielt ja auch ganz brav mit ☀️

Ich darf sogar einen ganzen Tag pro Woche arbeiten gehen, die Rezeption muss ja besetzt sein auch wenn das Hotel zu hat und so haben wir uns die Woche untereinander aufgeteilt.

Dreieinhalb Wochen „Home-School“ und dann (endlich) etwas Pause – Osterferien 🌷 Glücklicherweise wohnen wir hier so phantastisch, dass wir quasi „im Hinterhof“ wandern können und wir haben herrliche Wanderungen gemacht!

Heute bin ich nach der „Home-School“ am Vormittag eine sehr schöne Runde gelaufen. Damit es nicht so langweilig wird, habe ich angefangen immer öfter meine Hausrunden in der „falschen“ Richtung zu laufen. Da ich von Natur aus faul bin, laufe ich meistens so, dass die flacheren Passagen bergauf laufe und bergab die steileren – wenn ich das Ganze umdrehe, wird es somit etwas anstrengender. Die Waden habe ich ordentlich gespürt in den steilen Trailpassagen… 🔥😈